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Die Grundmethode ist bei jedem Fenster gleich: lauwarmes Wasser, wenige Tropfen Spülmittel, Abzieher von oben nach unten. Unterschiedlich ist der Zugang. Dreh-Kipp-Fenster haben eine Putzstellung, festverglaste Fenster müssen von außen gereinigt werden, und bei Hebeschiebetüren ist die Laufschiene die eigentliche Arbeit.
Dreh-Kipp-Fenster sind beim Putzen die unkomplizierteste Bauart. Der Griff hat drei Stellungen: geschlossen, gekippt und ganz geöffnet. In der dritten schwingt der Flügel in den Raum, und Sie stehen vor der Außenseite, ohne das Haus zu verlassen.
Das macht den Fensterputz im ersten Stock zu einer Innenarbeit. Wer zweigeschossig wohnt, spart sich damit die Leiter, und das ist der praktische Vorteil, der im Kaufmoment selten mitged acht wird.
Drehen Sie den Griff nur bei geschlossenem Flügel, und nie, während das Fenster gekippt ist. Die meisten Beschläge haben eine Fehlbedienungssperre, aber es gibt keinen Grund, sie zu testen.
Putzen Sie die Innenseite mit waagrechten Zügen, wenn Sie die Außenseite senkrecht machen. Taucht später ein Streifen auf, sagt Ihnen die Richtung, auf welcher Seite der Scheibe Sie nacharbeiten müssen.
Kippfenster öffnen nur nach innen oben. Sie lüften gut und sind in Kellern, Bädern und Nebenräumen häufig, aber die Außenseite erreichen Sie nicht vom Raum aus.
Sitzt das Fenster im Erdgeschoß, putzen Sie von außen. Sitzt es höher, brauchen Sie eine Teleskopstange mit Abzieher. Was Sie ohne Leiter nicht sicher erreichen, ist Arbeit für einen Fensterputzer.
Die Innenseite hat ein eigenes Problem. Im gekippten Zustand bleibt oben ein schmaler Spalt zwischen Flügel und Stock, in dem sich Staub sammelt und an den weder Hand noch Tuch herankommen. Eine schmale Bürste oder ein Pinsel löst das in zwanzig Sekunden.
Prüfen Sie beim Putzen auch die Scherenlager oben. Dort trägt der Beschlag das Gewicht des Flügels, und Schmutz an dieser Stelle macht sich mit der Zeit als schwergängiges Fenster bemerkbar.
Festverglaste Fenster lassen sich nicht öffnen. Das ist ihr Vorteil, weil sie dicht und günstig sind, und ihr einziger Nachteil beim Putzen: die Außenseite ist nur von außen erreichbar.
Im Erdgeschoß ist das kein Thema. Ab dem ersten Stock wird es eins, und es ist die Frage, die man sich am besten vor dem Kauf stellt und nicht danach.
Für höher sitzende Flächen gibt es zwei brauchbare Wege. Eine Teleskopstange mit Abzieher reicht bei den meisten Einfamilienhäusern bis in den ersten Stock. Darüber hinaus ist es eine Arbeit für jemanden mit der passenden Ausrüstung.
Planen Sie beim Neubau oder Austausch gemischt: festverglaste Flächen dort, wo Sie von außen bequem hinkommen, und öffenbare Elemente dort, wo Sie es nicht tun. Das kostet wenig und erspart Ihnen zweimal jährlich eine Leiter.
Schrägfenster sitzen in Giebelwänden und unter Dachschrägen. Beim Putzen bringen sie ein Problem mit, das senkrechte Fenster nicht haben: das Wasser läuft nicht gerade nach unten, sondern schräg in den unteren Falz.
Arbeiten Sie deshalb mit weniger Wasser als sonst und legen Sie ein Tuch in den unteren Falz, bevor Sie anfangen. Stehendes Wasser an der Unterkante ist auf Dauer das, was Schaden macht, nicht der Schmutz auf der Scheibe.
Ziehen Sie den Abzieher der Neigung folgend ab, nicht waagrecht. Bei einer schrägen Scheibe sammelt sich das Wasser sonst an der tiefsten Ecke und läuft dort in einem Schwall los.
Trocknen Sie den unteren Falz zum Schluss gründlich nach. Das ist bei diesem Fenstertyp der wichtigste Schritt und der, den man am leichtesten vergisst.
Bei Hebeschiebetüren ist die Scheibe der einfache Teil. Sie ist groß, gut erreichbar und in zehn Minuten gemacht. Die Arbeit steckt unten in der Laufschiene.
Dort sammelt sich alles, was von der Terrasse hereinkommt: Sand, Laub, Blütenstaub, Kies. Die Schiene ist der schmutzigste Punkt am ganzen Element, und sie ist gleichzeitig der Punkt, an dem das Wasser abgeführt werden soll.
Saugen Sie die Schiene zuerst aus, bevor Sie irgendetwas nass machen. Nasser Sand in einer Laufschiene wird zu Schlamm und lässt sich anschließend nur noch mit dem Finger herausholen.
Prüfen Sie danach die Entwässerungsöffnungen in der Schiene. Sind sie zu, bleibt Regenwasser stehen, und das ist bei einem bodentiefen Element ein größeres Problem als bei einem Fenster. Eine dünne Holzstange genügt, kein Metall.
Erst danach kommt die Scheibe dran. Machen Sie es umgekehrt, holen Sie sich den Sand aus der Schiene auf die frisch geputzte Glasfläche.
Vorher. Ein Rollladen sitzt über dem Fenster, und alles, was Sie beim Reinigen des Panzers lösen, landet auf der Scheibe darunter.
Fahren Sie den Panzer ganz herunter und wischen Sie ihn von außen mit lauwarmem Wasser ab, Lamelle für Lamelle. Verwenden Sie nichts Scheuerndes, und lassen Sie die Führungsschienen nicht aus: dort sammelt sich Schmutz, der den Panzer mit der Zeit schwergängig macht.
Danach das Fenster. Und wenn der Panzer beim Hochfahren rattert oder hängt, ist das kein Reinigungsproblem, sondern eines für den Service.
Vier Dinge gehören an kein Fenster, unabhängig vom Typ:
Und eine fünfte Regel: reiben Sie trockenen Schmutz nie ohne Wasser weg. Sand auf Glas wirkt wie Schleifpapier, und diese Kratzer bekommen Sie nicht mehr heraus.
Viel Erfolg. Wenn die Schlieren nach einem zweiten Durchgang mit sauberer Lippe noch da sind, liegt es am Abzieher und nicht an der Technik.